UN-E-Government-Development-Index-Rang — Fortschritts-Tracker
Verfolgen Sie Saudi-Arabiens Aufstieg um 25 Plätze auf Rang 6 weltweit im UN E-Government Development Index, nahe am Top-5-Ziel der Vision 2030.
Aktueller Stand
Im Plan – Saudi-Arabien belegt im UN E-Government Development Index (EGDI) 2024 weltweit Rang 6, gegenüber Rang 31 im Jahr 2022 und eine Position vom Top-5-KPI-Ziel der Vision 2030 entfernt.
Kennzahlen
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ausgangsrang (2016) | 44. |
| Rang (2018) | 52. |
| Rang (2020) | 43. |
| Rang (2022) | 31. |
| Aktuell (2024) | 6. |
| Ziel 2030 | Top 5 |
| Lücke zum Ziel | 1 Position |
| EGDI-Wert (2024) | 0,9501 |
| E-Partizipations-Index | 1. weltweit |
Trendanalyse
Saudi-Arabiens Aufstieg im UN E-Government Development Index zählt zu den dramatischsten Sprüngen in der Geschichte der Erhebung. Der Anstieg von Rang 44 im Jahr 2016 auf Rang 6 im Jahr 2024 – ein Gewinn von insgesamt 38 Plätzen und allein 25 Plätzen gegenüber Rang 31 im Jahr 2022 – reiht das Königreich unter die Elite der digitalen Verwaltungsnationen neben Dänemark, Finnland, Südkorea, Singapur und Estland ein. Im ergänzenden E-Partizipations-Index, der die Bürgerbeteiligung über digitale Plattformen misst, hat Saudi-Arabien weltweit die Spitzenposition erreicht.
Die Transformation ist einer umfassenden Strategie für die digitale Verwaltung zuzuschreiben, die über das Yesser-E-Government-Programm und die Digital Government Authority umgesetzt wurde. Zu den grundlegenden Investitionen zählen die Plattform Absher (die über 25 Millionen Nutzer für Identitäts-, Visums- und Behördendienste bedient), die einheitliche staatliche Beschaffungsplattform Etimad, das Zahlungssystem SADAD (das jährlich über 200 Millionen Transaktionen verarbeitet) und das System für digitale Identität Nafath. Diese Plattformen haben es ermöglicht, dass über 97 Prozent der Behördendienste online zugänglich sind, viele davon ausschließlich über digitale Kanäle.
Der architektonische Ansatz war besonders. Anstatt bestehende papierbasierte Prozesse zu digitalisieren, hat Saudi-Arabien die Leistungserbringung der Verwaltung grundlegend um digital-native Arbeitsabläufe herum neu gestaltet. Der Ansatz „Government as a Platform“ integriert Daten über Behörden hinweg und ermöglicht eine proaktive Leistungserbringung, bei der die staatlichen Systeme die Bedürfnisse der Bürger antizipieren und Dienste ohne Antragstellung bereitstellen. Die Gründung der Saudi Data and Artificial Intelligence Authority (SDAIA) hat das institutionelle Rückgrat für Daten-Governance, den KI-Einsatz in der Verwaltung und den Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur geschaffen. Die COVID-19-Pandemie beschleunigte, so herausfordernd sie war, die digitale Akzeptanz sowohl bei der Verwaltung als auch in der Bevölkerung und bewirkte einen Sprung in der Nutzung digitaler Dienste, der sich als dauerhaft erwiesen hat.
Methodik
Der UN E-Government Development Index wird alle zwei Jahre vom UN-Departement für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten veröffentlicht. Es handelt sich um einen zusammengesetzten Index aus drei Teilindizes: dem Online Services Index (OSI), der Umfang und Qualität der online verfügbaren Behördendienste misst; dem Telecommunication Infrastructure Index (TII), der die Verfügbarkeit der IKT-Infrastruktur misst; und dem Human Capital Index (HCI), der Bildungs- und Alphabetisierungsniveaus misst. Jeder Teilindex wird auf einer Skala von 0 bis 1 normalisiert, und der EGDI ist das arithmetische Mittel. Die Bewertung erfasst alle 193 UN-Mitgliedstaaten. Die Online-Services-Komponente wird durch eine Expertenbewertung der nationalen Regierungsportale und Plattformen zur Leistungserbringung ermittelt. Der E-Partizipations-Index ist eine ergänzende, separat bewertete Kennzahl. Saudi-Arabiens Wert von 0,9501 im Jahr 2024 reiht es unter die weltweit leistungsstärksten Nationen ein.
Verwandte Prioritäten
Exzellenz in der digitalen Verwaltung ermöglicht zahlreiche Ziele der Vision 2030. Sie stützt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, indem sie den administrativen Aufwand für Unternehmen verringert (was Verbesserungen bei der Ease of Doing Business und der FDI-Gewinnung unterstützt). Sie ermöglicht eine effiziente Erbringung von Bürgerdiensten, die zum World Happiness Index beitragen. Die digitale Infrastruktur untermauert das Wohneigentums-Programm (Plattform Sakani), die Gesundheitsversorgung (Telemedizin Seha) und die Bildungsreformen. Die für das E-Government entwickelte Dateninfrastruktur stützt die Ambitionen des Königreichs im Bereich künstliche Intelligenz und datengestützte Governance. Das Ranking zur Weltwettbewerbsfähigkeit profitiert von einer starken E-Government-Leistung, da die digitale Governance ein wesentlicher Teilindikator ist.
Ausblick
Um die Top 5 zu erreichen, muss Saudi-Arabien einen der derzeitigen Spitzenreiter überholen – Dänemark, Finnland, die Republik Korea, Singapur oder Estland –, allesamt etablierte Vorreiter der digitalen Verwaltung mit jahrzehntelangen Investitionen. Der Abstand von Rang 6 zu Rang 5 ist gering (typischerweise weniger als 0,01 im EGDI-Wert), und Saudi-Arabiens Dynamik lässt darauf schließen, dass dies im nächsten Bewertungszyklus (2026) erreichbar ist.
Die wesentliche Konkurrenz kommt von Nationen mit höherer Durchdringung der Telekommunikationsinfrastruktur (die nordischen Länder verfügen über nahezu flächendeckendes Breitband) und höheren Humankapitalindizes (die den Bildungsstand widerspiegeln). Saudi-Arabiens Stärke bei den Online-Diensten – wo es bereits zu den weltweit höchsten Werten zählt – verschafft einen Wettbewerbsvorteil. Das Vanderbilt Portfolio prognostiziert, dass Saudi-Arabien den Top-5-Status bis 2026 oder spätestens 2028 erreichen wird, was dies zu einer der am zuversichtlichsten prognostizierten KPI-Erreichungen im Rahmenwerk der Vision 2030 macht. Das Erreichte ist besonders bemerkenswert, da es die Wettbewerbsfähigkeit in einem wissensökonomischen Feld belegt, in dem Saudi-Arabien historisch keinen Vorteil hatte.